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Motorrad-History von 1976 bis heute

Es begann mit einem Kreidler Mofa...

1976 Kreidler MF2 in signalgelb - www.reisetourer.de

Mit einer gelben Kreidler MF2 fing ich 1976 mein motorisiertes Dasein an; damals noch führerscheinfrei und "stolz wie Oskar". Das Kreidler-Logo am Tank wurde allerdings zügig durch BMW-Aufkleber ersetzt...:)

 

Im selben Jahr nahm mich ein Kollege meines Vaters auf seiner 750er Honda zum "Großen Preis von Deutschland" zum Nürburgring mit. Der Besuch im Fahrerlager war ein nachhaltig beeindruckendes Erlebnis.

 

Dieter Braun, Jonny Cecotto und Giacomo Agostini waren damals die Helden, wie es die Rossi's und Lorenzo's heute sind. Mein persönlicher Held war Giacomo Agostini - 15facher (!) Weltmeister - mit seiner rot-weißen MV Agusta. Ihn im Fahrerlager zu treffen war unbeschreiblich - unforgetable !

 

Großer Preis von Deutschland, Nürburgring, 1976 - www.reisetourer.deAgostini hatte 1976 beim Training zum Großen Preis die Wahl zwischen Suzuki oder MV Agusta. Er sorgte für einige Verwirrung, als er am Freitag im Training beide Marken testweise fuhr, ehe er sich schließlich für die MV Agusta als Maschine fürs Rennen entschied. Laut Regelwerk war der Einsatz von zwei verschiedenen Fabrikaten innerhalb eines Trainings verboten.

 

Als er am Freitag während des Trainings darüber hinaus auch noch mit Slicks fuhr, obwohl die Verwendung untersagt war, wurde ihm fürs Training die schwarze Flagge gezeigt. Das Tricksen von Agostini hatte sich aber gelohnt. Im spektakulären Rennen der Halbliterklasse holte er sich nach sieben heißen Runden in der Grünen Hölle seinen ersten 500ccm-Sieg der Saison.

 

Tja, so war das damals noch; die Fahrer waren die Bosse und sie bestimmten alleine, mit welcher Marke sie sich durch die Grüne Hölle kämpften. Das wäre heute undenkbar, denn heute gehören die Fahrer einem Rennstall und fahren, "was auf'n Tisch kommt".

 

Jedenfalls habe ich diese Motorradtour zum Nürburgring und den "Großen Preis" nie vergessen, denn an diesem Wochenende wurde endgültig der Virus Motorradfahren bei mir eingepflanzt. Das Original-Programmheft zum Rennwochenende in der Grünen Hölle besitze ich heute noch, und der Nürburgring ist natürlich immer wieder Ziel unserer Eifel-Motorradtouren.

 

Seit 1982 folgten dann (aufs Bild klicken, um zur jeweiligen Seite zu gelangen):

 

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